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Krisensicher in die Zukunft: Unabhängigkeit von Bank und Großkunden mit Hilfe einer Finanzierung

03.06.2019 Autor Christian Ulrich

Frank Koppe, Geschäftsführer der gleichnamigen Apparatebau GmbH, hat über Funding Circle bereits zwei Finanzierungen von je 100.000 Euro abgeschlossen. So konnte er größere Aufträge vorfinanzieren – und hatte den nötigen Freiraum, um den Kundenstamm zu diversifizieren und das Unternehmen krisensicher aufzustellen.

Wann er sich dazu entschied, die Koppe Apparatebau GmbH von seinem Vater zu übernehmen? „Das war immer der Plan und stand nie zur Debatte,“ erwidert Frank Koppe lächelnd, „das habe ich sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen.“

Frank Koppe war gerade mal acht Jahre alt, als er im metallverarbeitenden Unternehmen seines Vaters unter Anleitung seine ersten Schweißversuche machte – seitdem ist Schweißen sein „Steckenpferd“, wie er sagt.

Die Tradition zum Hobby und das Hobby zum Beruf gemacht

Koppes beruflicher Werdegang fügte sich reibungslos zwischen seiner Leidenschaft zum Schweißen und der unternehmerischen Familientradition ein: Er machte eine Ausbildung zum Industriemechaniker mit der Fachrichtung Betriebstechnik und absolvierte ein Maschinenbau-Studium mit Ausbildung zum Schweißfachingenieur. Seit 2000 ist Koppe fest im Familienunternehmen angestellt, seit 2001 Gesellschafter der GmbH und seit nunmehr 16 Jahren alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer.

Ähnlich wie der Leidenschaft des Schweißens und dem Familienunternehmen ist er auch seiner Geburtsstadt treu geblieben: „Für mich gab es immer nur Vienenburg.“ Vienenburg, gleichzeitig Hauptsitz der Koppe Apparatebau GmbH, liegt im südöstlichen Niedersachsen zwischen Braunschweig und Harz und ist mittlerweile nach Goslar eingemeindet worden: „So sollen Ressourcen gebündelt und Synergien geschaffen werden, um besser auf zukünftige Krisen vorbereitet zu sein. Also ein ähnlicher Gedanke wie bei uns und der Kooperationsinitiative Maschinenbau e.V.,“ vergleicht Koppe. Doch um diesen Vergleich zu verstehen, muss man weiter ausholen und in die Entwicklungen der letzten Jahre eintauchen.

Unternehmensfinanzierung Koppe Apparatebau

Schweißen ist Frank Koppes große Leidenschaft

„Was uns abhebt vom Markt, ist, dass wir ein Rundumpaket anbieten.“

Die Koppe Apparatebau GmbH hat sich in ihrem 40-jährigen Bestehen zu einer Spezialistin im industriellen Apparate- und Anlagenbau entwickelt. Sie kann alle für den europäischen Raum erforderlichen Zulassungen vorweisen, um Kunden aus ganz unterschiedlichen Branchen – ob Lebensmittel-, Automobil-, Pharma- oder chemischer Industrie – die komplette Planung und Umsetzung von hochanspruchsvollen Projekten anbieten zu können.

„Im Endeffekt ist es ganz simpel,“ erklärt Frank Koppe. „Jeder Konzern, der eine industrielle Anlage betreibt, unabhängig von der Branche, betreibt damit eine Dampfmaschine, die hohen Druck und hohe Temperaturen erzeugt. Wir stellen dazu die maßgeschneiderten Behälter, Auffangwannen, Rohrleitungen und Wärmetauscher her.“

Zu den Kunden des Unternehmens gehören bekannte niedersächsische Marken von Weltrang wie VW, Salzgitter und die Felswerke, aber auch viele Hidden Champions wie ein Gelatinehersteller und ein Lithium-Produzent, der unter anderem Tesla beliefert.

Der Apparatebau als solcher ist dabei aber noch kein Alleinstellungsmerkmal – auch wenn Koppe betont, dass das Unternehmen auf höchstem Qualitätsniveau arbeite und zum Beispiel im Bereich Hochdruckrohrleitungskomponenten unter seiner Führung fehler- und reklamationsfrei sei. „Was uns abhebt vom Markt, ist, dass wir ein Rundumpaket anbieten und den Kunden von der Beratung und Konzeption über die Fertigung und Inbetriebnahme bis zur Instandhaltung und Modernisierung zur Seite stehen können. Das unterscheidet uns massiv von anderen Anbietern, und so gesehen sind wir ohne Konkurrenz.“

Diese Art von Rundumservice ist höchst ressourcenintensiv: Von den mittlerweile 50 Mitarbeitern an vier Standorten sind schon mal 16 bis 20 gleichzeitig bei einem Kunden stationiert, um schnelle Reparaturen und maximalen Service sicherzustellen. Außerdem bringt das Dienstleistungsgeschäft hohe Vorfinanzierungskosten mit sich – ein Grund, warum Koppe auf flexible Finanzierungsalternativen baut und das Unternehmen seit ein paar Jahren neu ausrichtet.

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Die Koppe Apparatebau GmbH bietet ihren Kunden ein Rundumpaket

Finanzierung über Funding Circle: „Das ist von der Einfachheit her einfach gigantisch.“

Während Koppe von der Unternehmensentwicklung erzählt, erhält er eine offenbar wichtige E-Mail. Zufrieden zeigt er auf seinem Tablet die Bestätigungsnachricht von Funding Circle – der Finanzierung über 100.000 Euro steht damit nichts mehr im Weg.

Es ist bereits der zweite Kredit für die Vorfinanzierung von Aufträgen, der er über den weltweit führenden Marktplatz für Unternehmensfinanzierung abgeschlossen hat – aus triftigen Gründen: „Es ist eine grundsätzliche Anforderung an Apparatebauer, Projekte schnell umzusetzen und flexibel zu sein. Mit der klassischen Hausbank ist das oft einfach nicht machbar.“

Koppe bemängelt bei den Banken vor allem die lange Bearbeitungsdauer und die unverhältnismäßige Bürokratie: „Bei der Hausbank brauche ich für die Terminabsprachen und die Zusammenstellung der Sonderformulare schon länger als bei Funding Circle für den gesamten Prozess. Und wenn der Bankkredit dann nach drei Monaten bewilligt wird, habe ich mit dem Geld von Funding Circle schon das komplette Projekt umgesetzt.“

Für Koppe weist Funding Circle den Weg in die Zukunft und ist neben der unternehmerfreundlichen Geschwindigkeit des Bewilligungsprozesses vor allem von der Nutzerfreundlichkeit angetan: „Dass man in der Lage ist, auf einem Smartphone innerhalb von einer halben Stunde einen Kredit zu beantragen, dann innerhalb von einem Tag Rückantwort bekommt und nach ein paar Tagen die Auszahlung stattfindet – das ist einfach gigantisch.“

„Mein Kredit mit Funding Circle war im Vergleich zur Hausbank etwas teurer – aber wenn ich kalkuliere, was ich durch die einfachen Prozesse an Kosten spare, ist Funding Circle viel günstiger – und vor allem schneller. Und wenn ich von einem Großkunden ein Angebot erhalte, das ich innerhalb von zwei Monaten umsetzen muss, damit ich einen Anschlussauftrag über zehn Jahre bekomme – dann stellt sich die Frage überhaupt nicht: Funding Circle ist für mich der passende Anbieter.“

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Frank Koppe setzt auf flexible Finanzierungslösungen

Auf die Krise folgt die Investition in die Krisensicherheit

Nach der Übernahme des Unternehmens 2006 war Koppe zunächst sehr investitionsfreudig, was er damals noch per Hausbank-Kredit finanzierte. Als dann jedoch im Zuge der Finanzkrise einer seiner Großkunden 2009 einen Stopp verordnete, stellte dies das Unternehmen vor große Schwierigkeiten. „Wir haben lange überlegt, aber die einzige Lösung hieß ‚Augen zu und durch‘. Wir nahmen einen Betriebsmittelkredit auf und nutzten ein Programm, bei dem man über Kurzarbeit Fortbildungen machen konnte, um niemanden kündigen zu müssen.“

2010 entspannte sich die Auftragslage zwar wieder, und die Belegschaft war dadurch insgesamt höher qualifiziert, aber das Unternehmen war hoch verschuldet und steckte bis 2014 in der Falle von Vorfinanzierungen für das Dienstleistungsgeschäft fest.

So dauerte es bis 2015, bis Koppe die nötige Trendwende zum Festpreisgeschäft, zum breiteren Kundenportfolio und zu besseren Margen einleiten konnte. Und das bedeutete auch, sich von alten Kunden zu trennen, um die Familientradition in eine sichere Zukunft zu bringen. „Es stand fest, dass wir unseren Kundenstamm diversifizieren müssen, um in Zukunft krisensicherer aufgestellt und nicht mehr abhängig von einzelnen Großkunden zu sein, die zudem im Ernstfall noch voneinander abhängig sind. Es ist ja kein Geheimnis: Wenn zum Beispiel VW hustet, dann husten die Lieferanten und Unterlieferanten auch.“

Durch diesen Kurswechsel – unter anderem ermöglicht durch den Kredit von Funding Circle – konnte das Unternehmen den Umsatz im Jahr nach der ersten Finanzierung um 200 Prozent steigern. „Ich bin darauf bedacht, Kunden aus Branchen zu gewinnen, die wir noch nicht bedienen, und anspruchsvolle Aufträge zu bekommen, die einen größtmöglichen Lerneffekt für den Betrieb haben.”, erklärt Koppe,  “Es war nur ein längerer Lernprozess, aus der Krise die richtigen Schlüsse zu ziehen. Aber jetzt wissen wir: Den Weg hätten wir schon viel früher einschlagen sollen.“

Durch Netzwerkeffekte sicherer am Markt positionieren

Ein weiterer Schritt zur krisensicheren Aufstellung des Unternehmens ist die Stärkung des eigenen Netzwerks im Rahmen einer Interessensgemeinschaft. So ist die Koppe Apparatebau GmbH seit viereinhalb Jahren Mitglied in der Kooperationsinitiative Maschinenbau e.V.: Dieser Zusammenschluss umfasst 30 mittelständische Unternehmen aus der Region Braunschweig, die 6.000 Mitarbeiter und einen jährlichen Gesamtumsatz von sechs Milliarden Euro umfassen. „Es geht hauptsächlich darum, sich gemeinsam besser und schwankungssicherer am Markt zu positionieren. Durch die Interessenbündelung und Wissenstransfer sollen Kosten gespart und Synergiepotentiale abgerufen werden – ob über Rahmenverträge beim Einkauf, bei Personal & Ausbildung oder bei der Öffentlichkeitsarbeit,“ erklärt Koppe.

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In der Koppe Apparatebau GmbH herrscht stets Betrieb

Koppes nächstes Projekt: Ein Buch übers Schweißen

Das große Herzensprojekt der Zukunft, das sicher auch für gute Publicity sorgen würde, ist allerdings ein anderes: Koppe will ein Buch über seine große Leidenschaft schreiben – über die Kunst des Schweißens. „Es ist mehrfach vorgekommen, dass auch erfahrene Schweißer nach einer Woche in meinem Unternehmen sagen ‚Jetzt habe ich erst richtig Schweißen gelernt‘. Das hat mir gezeigt, dass ich offenbar ein besonderes Talent habe, welches ich mit anderen teilen kann.“

Und man merkt, dass Koppe ohne Anstrengung stundenlang über das Schweißen sprechen könnte – und rückt mit ganz unvermuteten Tipps heraus: „Wenn ich jemandem Schweißen beibringe, geht es mir erstmal immer auch um die richtigen Atem- und Entspannungstechniken: So ist man auch am Ende des Tages noch fit.“

Auf bestimmte Dinge kommt man eben nur, wenn man seit seinem achten Lebensjahr schweißt – und seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat.

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