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5 Tipps für die Personalbeschaffung

15.11.2018 Autor Andreas Boegner

Der Arbeitsmarkt in Deutschland sorgt seit Jahren für positive Schlagzeilen. Die Arbeitslosenquote sinkt beständig, Vollbeschäftigung ist greifbar. Was Arbeitnehmer freut und in eine vorteilhafte Position hebt, sorgt jedoch bei vielen Arbeitgebern für bisher ungekannte Herausforderungen: Gutes Personal zu finden wird zunehmend schwerer. Hier sind 5 Tipps für die Personalbeschaffung.

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Wer auf der Suche nach neuen Mitarbeitern ist, muss viele Dinge in den Blick nehmen. Wie wirkt mein Unternehmen auf potenzielle Kandidaten? Wie spreche ich die Besten am besten an - und wo finde ich diese Kandidaten überhaupt? Unsere Recruitment-Expertin Alice Blaschek teilt ihre 5 Tipps zur Mitarbeiterakquise gegen den akuten Fachkräftemangel.

1. Networking funktioniert

Finden Sie Wege sich aktiv und nachhaltig in Ihrer Branche zu vernetzen. Wer sichtbar ist, wird gesehen – auch von potenziellem Personal. Auf Networking-Events und Branchen-Treffs haben Sie die Möglichkeit, viel Eindruck zu machen und Fachkräfte anzuziehen. Den Netzwerkgedanken zu verfolgen erfordert viel Fleiß und Geduld. All das wird sich aber spätestens ausgezahlt haben, wenn sie die dringend zu besetzende Stelle füllen können, weil sich die perfekte Bewerberin an die passionierte Unterhaltung mit Ihnen beim Branchentreff vor 2 Jahren erinnert hat.

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Dauergesuch eines Berliner Handwerkbetriebs

2. Unternehmenskultur fördern

Junge Talente und erfahrene Fachkräfte suchen heute vermehrt nach Raum für Entfaltung und Verwirklichung abseits von Vergütung und praktischen Vorteilen. Den Grundstein für eine nachhaltige Mitarbeiterzufriedenheit legt zuvorderst ein angenehmes und produktives Betriebsklima. Hier sollten Sie nicht lediglich reagieren, sondern aktiv gestalten. Unterziehen Sie ihre Unternehmenskultur daher regelmäßiger Prüfung und nutzen Sie dafür die beste Ressource, die es gibt: Ihr bestehendes Kollegium. Holen Sie sich beständig Feedback zur Qualität des Arbeitsplatzes ein, sei es mittels anonymisierter Umfrage oder in einem freiwilligen Stammtisch-Format, und entwickeln Sie Strategien, dieses Feedback wirkungsvoll in der Gestaltung Ihrer Unternehmenskultur zu reflektieren. Ihre Mitarbeiter - alte wie neue - werden Ihnen Ihr offenes Ohr mit höherer Zufriedenheit und Produktivität danken.   

3. Nutzen Sie soziale Medien

Beiträge zu Stellengesuchen auf sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder LinkedIn sind häufig effektiver und vor allem preiswerter als das Schalten teurer Anzeigen auf den einschlägigen Seiten oder in den klassischen Print-Formaten. Achten Sie darauf, in Ihren Beiträgen die Kontaktaufnahme für Interessierte so einfach wie möglich zu gestalten und bauen Sie alle für Bewerber wichtigen Details mit ein. Aktivieren Sie Angestellte, Bekannte oder auch Geschäftspartner, um Ihre Postings zu teilen und damit die Reichweite zu maximieren. Bewerber, die über persönliche Verbindungen in sozialen Medien auf Ihre vakante Stelle aufmerksam geworden sind, werden gegenüber Ihnen und Ihrem Unternehmen von Beginn an aufgeschlossener sein.

4. Stärken Sie Ihre Arbeitgebermarke

Wo Unternehmen sich im wachsenden Wettbewerb um rare Fachkräfte befinden, wird es immer wichtiger, diesen Wettbewerb anzunehmen und professionell zu gestalten. Mit der Entwicklung Ihrer Arbeitgebermarke positionieren Sie Ihr Unternehmen nach innen wie außen als glaubwürdigen und attraktiven Arbeitgeber. Einen guten Indikator für die Attraktivität des eigenen Unternehmens liefern die immer populärer werdenden Bewertungsportale für Arbeitgeber wie kununu.de oder glassdoor.com. Arbeitnehmer und auch Bewerber können dort detaillierte Einschätzungen zum Unternehmen, der Führungskultur, Bezahlung, Betriebsklima und vielem mehr hinterlassen.

Die Entwicklung und Pflege einer Arbeitgebermarke ist ein zeit- und ressourcenintensives Feld, weshalb immer mehr, insbesondere schnell wachsende Unternehmen diese Aufgabe an professionelle Agenturen auslagern. Diese können beratend in das Unternehmen hineinwirken, aber auch so entscheidende Details wie die richtige Zielgruppenansprache bei der Stellenbeschreibung verbessern.

Alice Blaschek

Alice Blaschek, Recruitment-Expertin bei Funding Circle

5. Es geht nicht nur ums Geld, aber…

Geld ist kein nachhaltiger Motivator für gutes Personal, wohl aber eine wirksame Stütze für die generelle Zufriedenheit. Überprüfen Sie regelmäßig die Wettbewerbsfähigkeit Ihrer Löhne und Gehälter. Wohin bewegt sich die Branche? Nichts ist tragischer als den perfekten Kandidaten am Ende an die Konkurrenz zu verlieren, weil man am Markt vorbei entlohnt und unrealistisch verhandelt hat. Die richtige Bezahlung kann schließlich auf einem engen Arbeitnehmermarkt den Unterschied machen.

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