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Mit einer Unternehmensfinanzierung zur Sortimentserweiterung – Supermarkt MANNA Lebensmittel steigert Wachstum

08.11.2018 Autor Nadine Landeck

Im Supermarkt Manna Lebensmittel in Stuttgart-Bad Cannstatt bietet Konstantinos Chatziantoniadis frische Feinkost und eine große Auswahl an hochwertigen Markenprodukten aus Griechenland an. Mit einer Finanzierung über Funding Circle hat er Anfang 2018 sein Sortiment erweitert und seinen Lagerbestand erhöht und konnte so eine Umsatzsteigerung erzielen. Wir sprachen mit ihm über unternehmerisches Selbstbewusstsein, den Import von griechischen Spezialitäten und seine Zukunftspläne.

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„Calimera!“ Wieder dreht sich Konstantinos Chatziantoniadis zu einer Kundin und grüßt sie lächelnd. Der Geschäftsführer des Supermarktes Manna Lebensmittel hat für jeden seiner Kunden ein paar nette Worte übrig, während er uns durch die bunten Regalreihen führt, uns an Gewürzen riechen und Gebäck kosten lässt.

Es ist früher Morgen, der Supermarkt-Betrieb läuft allmählich an: Verkäuferinnen bereiten die Theken vor und beraten Kunden, die ihre Einkaufswagen mit Gemüse und anderen Produkten füllen. Es herrscht eine entspannte Atmosphäre, griechische Sätze und Lachen fliegen hin und her.

Konstantinos Chatziantoniadis im MANNA Supermarkt_funding circle

Konstantinos Chatziantoniadis erzählt von seiner Erfolgsgeschichte

Eine Marktlücke: Griechische Spezialitäten in großen Supermärkten

Genau vier Jahre gibt es das Manna schon, im November 2014 feierte der Supermarkt Eröffnung. Angefangen hat alles mit dem Transportunternehmen des Vaters in der Hafenstadt Kavala im Norden von Griechenland, in dem Konstantinos und seine drei Brüder Gregori, Efstathios und Dimitrios mitarbeiteten.

Angesichts der wirtschaftlichen Lage entschloss sich der Vater vor 20 Jahren dazu, Griechenland zu verlassen: Als Konstantinos sich für ein Aufbau-Studium in Deutschland entschied, ging schließlich die ganze Familie nach Stuttgart. Hier gründete der Vater mithilfe seiner vier Söhne ein neues Transportunternehmen, dem jedoch nur mäßiger Erfolg beschieden war.

Familie Chatziantoniadis beschloss, das Unternehmen neu auszurichten: Warum nicht Lebensmittel von Griechenland nach Deutschland importieren? Mit den Produkten kannte die Familie sich gut aus und die LKW für den Transport waren vorhanden. Dabei wollten sie nicht den vielen Import-Unternehmen Konkurrenz machen, die die Gastronomie belieferten, sondern eine Marktlücke bei deutschen Supermarktketten schließen. Diese hatte zu der Zeit kaum griechische Produkte in ihrem Sortiment.

Produktsortiment im MANNA Supermarkt_fundingcircle

Das Manna bietet eine große Auswahl griechischer und mediterraner Spezialitäten

Startkapital für eine neue Zukunft

Konstantinos und seine Brüder hatten dabei aber nicht nur griechische Kunden im Sinn – ihre Vision war es, dem deutschen Publikum griechische Spezialitäten näherzubringen. Jeder sollte die Produkte, die er im Griechenland-Urlaub kennen und lieben gelernt hatte, im heimischen Supermarkt kaufen können. So gewannen sie 2013 Rewe Südwest als Partner und später auch Edeka.

Konstantinos schüttelt den Kopf, als er sich an die Anfänge von Agrofolio erinnert: „Ich bin ein verrückter Grieche. Ich bin einfach in die Supermärkte reingegangen und habe gesagt, dass ich ihnen Produkte verkaufen will.“ Das war natürlich nicht so einfach und es brauchte einige Anrufe und eine große Portion Hartnäckigkeit, bis er endlich einen Termin bei einem Franchise-Nehmer bekam.

Der Erfolg des Konzeptes spricht für sich, die Nachfrage war offensichtlich da: Nach erfolgreicher Überzeugungsarbeit sind aus dessen ersten vorsichtigen Bestellungen mittlerweile 30 Regalmeter, eine Kühltruhe und drei Tiefkühltruhen mit Agrofolio-Produkten geworden. Konstantinos’ Offenheit und Mut helfen ihm sicher dabei, andere von seinen Ideen zu überzeugen. Er lacht: „Ich bin einfach selbstbewusst. Ich weiß, was ich machen kann und was ich nicht machen kann.“

Eigener Supermarkt mit Feinkosttheke und Café

Agrofolio unterhielt seit der Gründung 2012 ein einfaches Lager in einem Industriegebiet. Daran angeschlossen war ein kleiner Verkaufsraum, der nach und nach ein Eigenleben entwickelte. Als Geheimtipp gehandelt, kamen immer mehr Leute dort vorbei, meist Griechen, um heimische Köstlichkeiten einzukaufen.

Anfang 2014 beschloss die Familie, genau an diesen Erfolg anzuknüpfen, um ihr Unternehmen abermals neu auszurichten und so den Umsatz zu steigern: Die Chatziantoniadis-Brüder wollten neben der Belieferung der Supermarktketten einen eigenen Supermarkt mit Schwerpunkt auf griechischen Lebensmitteln eröffnen. Die Feinkostläden und Lagerverkäufe, die es schon gab, hatten den Anschluss an den griechischen Markt längst verloren. Im geplanten Supermarkt sollten daher die neuesten hochwertigen Produkte angeboten werden und die Kunden sollten ihren ganzen Wocheneinkauf dort erledigen können.

hohe Qualität im MANNA Supermarkt_funding circle

Konstantinos Chatziantoniadis legt höchsten Wert auf die beste Qualität seiner Produkte

Kaum war die Idee geboren, ging alles sehr schnell. Im Mai 2014 fingen die Brüder an, nach einer passenden Fläche zu suchen – und schon im Juni unterschrieb Konstantinos den Vertrag für die neue, zentrumsnahe Location in Stuttgart-Bad Cannstatt. Im November 2014 wurde der neue Supermarkt unter dem Namen Manna Lebensmittel eröffnet und die Kunden kamen vom ersten Tag an.

Herzstück des Supermarktes ist die Feinkosttheke, in der kulinarische Köstlichkeiten aus Griechenland um die Aufmerksamkeit der Kunden konkurrieren: Bakaliaros in Salz, wie der Stockfisch auf Griechisch heißt, Fleisch und Wurst, Oliven, Auberginensalat, natürlich Feta und andere Käsesorten, etwa Kefalotiri aus Kreta. Weiter drüben laden Koulouri, die typischen mit Sesam bestreuten Brotringe, das Blätterteiggebäck Bougatsa in der herzhaften Variante mit Feta oder in der süßen mit Pudding zum Probieren ein.

Etwa 70 Prozent der Produkte im Supermarkt sind aus Griechenland, aber Konstantinos betont, dass Manna genau so multikulturell ist wie Stuttgart selbst. Es finden sich daher auch ausgewählte Produkte aus dem Balkan, Russland, Deutschland, Italien und Spanien. „Wir sind superglücklich hier“, bestätigt Konstantinos. „Ich danke Gott, dass es geklappt hat!“

Griechischer Hotspot in Stuttgart

Wenn Konstantinos über Essen und die dazu passenden Weine spricht, leuchten seine Augen und der passionierte Koch kommt ins Schwärmen. Als eine ältere Frau Konstantinos anspricht und ihn um eine Empfehlung für einen Wein zu einem speziellen Gericht bittet, führt er sie zu den Stehtischen vor den Weinregalen. Er holt mehrere Flaschen heraus und erklärt sie wort- und gestenreich, bis die Kundin ihre Wahl getroffen hat. Die meisten Weine aus dem umfangreichen Sortiment von Manna stammen von kleinen griechischen Weingütern. So gibt es zu jedem Wein gleich eine Geschichte, die Konstantinos gern erzählt.

Weinauswahl im MANNA Supermarkt

Neben der großen Auswahl griechischer Weine gibt es bei Manna auch eine persönliche Beratung

Auch wenn er als Geschäftsführer meist im Büro am zweiten Lagerstandort beschäftigt ist, ist es doch der Umgang mit Menschen und die Kommunikation, die ihn an seinem Beruf am meisten Spaß machen. Deswegen kommt er sehr gern, wenn er vor Ort gebraucht wird, und packt überall mit an. „Ich sage manchmal, ich bin der beste Mitarbeiter, weil ich alles machen kann“, scherzt er. „LKW fahren, beraten, verkaufen, Lieferanten besuchen, das Lager bestücken, die Regale auffüllen, Kaffee machen – nur der Milchschaum für den Cappuccino gelingt mir nicht!“

Frischen Kaffee gibt es bei Manna nämlich auch. Der kleine gemütliche Cafébereich ist besonders am Samstag gut gefüllt, wenn es eine Verkostung mit Spezialitäten und neuen Produkten gibt. Das Manna ist dann ein Treffpunkt der griechischen Community.

Wachstum durch Unternehmensfinanzierung

Anfang 2018 stand dann der nächste Wachstumsschritt an: Konstantinos brauchte ein größeres Sortiment und größere Mengen, um die Kunden im eigenen Laden und den Supermarktketten besser bedienen zu können und damit eine Umsatzsteigerung zu erreichen. Dazu waren jedoch größere finanzielle Ressourcen nötig. Denn in Griechenland ist Vorkasse üblich, oft wird erst auf Bestellung produziert. Dazu kommen die Konditionen, die Konstantinos selbst seinen deutschen Großkunden einräumt – auch hier geht er in Vorleistung. Um die geplante Sortimentserweiterung dennoch umsetzen zu können, beschloss er, einen Unternehmenskredit aufnehmen.

Ein Bankkredit kam für Konstantinos jedoch nicht infrage, da er die Arbeitsweise der meisten Banken für zu wenig kundenorientiert hält. Die Angestellten hätten beinahe Angst, einen Kredit zu genehmigen, und wollten immer weitere Sicherheiten, selbst wenn die Geschäftszahlen sie überzeugen müssten.

Auf der Suche nach anderen Optionen stieß er auf Funding Circle. Kurzentschlossen griff er zum Telefon und erklärte dem Berater sein Vorhaben. Ein paar Tage später schon kam der erhoffte Anruf mit dem positiven Bescheid und auf das Geschäftskonto ging schon bald die vereinbarte Summe ein.

Verdopplung des Umsatzes dank Investion

Konstantinos freute sich sehr: „Ich konnte es selbst kaum glauben, dass es so schnell und so unkompliziert ist.“ Die Chatziantoniadis-Brüder gaben sofort die geplanten Bestellungen auf und importierten einige der neuesten Produkte. Das machte sich sofort in einer Umsatzsteigerung bemerkbar – für Konstantinos ein guter Grund, die Unternehmensfinanzierung über Funding Circle weiterzuempfehlen. Mit der Eröffnung des Supermarktes verdoppelte sich der Umsatz von 2014 auf 2015 fast, die jährliche Steigerung liegt jetzt bei 20 bis 30 Prozent. Konstantinos ist stolz darauf: „Das ist ein positives Zeichen, wir haben die richtige Entscheidung getroffen.“

Einagngsbereich MANNA Lebensmittel_funding circle

Bei Manna kommt es aufs Detail an - auch im Eingagsbereich

Große Zukunftspläne brauchen eine verlässliche Finanzierung

Mittlerweile hat Manna über 1.500 Produkte im Sortiment, es kommen etwa 400 bis 500 Kunden pro Tag, 20 Mitarbeiter kümmern sich um den Betrieb des Supermarktes. Konstantinos spricht begeistert von seinen nächsten Projekten.

Nach vier Jahren in den neuen Räumen ist es an der Zeit, neue Investitionen zu tätigen – die Regale und die Tiefkühltruhen sollen erneuert werden –, denn „alles, was wir vom Kunden bekommen, wollen wir zurückgeben, damit er zufrieden ist“.

Auch an einem neuen Internetauftritt wird gerade gearbeitet, ab jetzt in Kombination mit einem E-Shop: „Wir können die Realität des Online-Shoppings nicht übersehen, sonst bleiben wir zurück.“

Und noch ein weiteres Vorhaben steht an. Zusammen mit Joannis Koumagkas, einem Freund, hat der umtriebige Geschäftsmann eine weitere Firma gegründet: Die JKC Consulting GmbH will Unternehmen in Griechenland bei der Produktentwicklung beraten, damit diese auf dem internationalen Markt konkurrenzfähig sind.

„Ich habe viel vor“, lacht Konstantinos. „Und wenn man viel vorhat, braucht man eine verlässliche Finanzierung. Ich bin gerade am Konzept, ihr dürft gespannt sein!“ Mit seinem Geschäftssinn und der positiven Energie und Tatkraft, die er ausstrahlt, traut man es ihm zu, Manna erfolgreich in die Zukunft zu führen.

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