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Ohne Kontokorrentkredit zu mehr Liquidität

22.12.2016 Autor Lerato Bogatsu

Ein Kontokorrentkredit zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe ist für kleine Betriebe oftmals eine gängige Methode. Doch nicht jedes Unternehmen möchte diesen Schritt gehen – so auch nicht HR Factory. Aus diesem Grund entschied sich der Geschäftsführer Jan Haines für eine alternative Finanzierung über unseren Marktplatz.

Investitionen aus dem bestehenden Kapital zu stemmen kann für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine Herausforderung darstellen. Einige Unternehmen, die beispielsweise eine Wachstumsfinanzierung benötigen, nutzen für die Überbrückung eines kurzfristigen Liquiditätsengpasses einen Kontokorrentkredit. Diese Kreditlinie des Girokontos wird von Firmen als Betriebsmittelkredit eingesetzt und zeichnet sich zudem durch ein geringes Finanzierungsvolumen aus.

Häufig ist dies allerdings nicht die optimalste Variante, denn sie ist oftmals mit hohen Kosten verbunden. Mittlerweile gibt es auch dank der Digitalisierung eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten, die gegebenenfalls günstiger sind und weltweit von immer mehr Unternehmen genutzt werden. So haben seit 2010 allein über unsere Marktplätze in Deutschland, Spanien, Niederlanden, den UK und den USA 24.000 Unternehmen (Stand: Dezember 2016) eine Finanzierung erhalten. Das entspricht einem Volumen von 2,6 Mrd. EUR. Und die aktuelle Studie des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) FinTech-Markt in Deutschland zeigt das Potential dieser Form der Fremdfinanzierung: so verzeichnete das sogenannte Crowdlending in den vergangenen Jahren ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 95 %.  Insbesondere in den letzten beiden Jahren hat dabei die Vermittlung von Unternehmenskrediten an Bedeutung gewonnen und damit das Wachstum des Gesamtmarkts vorangetrieben.

Crowdlending statt Kontokorrentkredit 

Eines dieser KMUs, das auf einen Kontokorrentkredit verzichtete, ist HR Factory aus Oberbayern. Zur Realisierung seines Projekts entschied sich der Geschäftsführer Jan Haines im November 2016 für eine alternative Finanzierung über unseren Marktplatz. Denn neue Wege zu gehen ist für den Anbieter von Beratungen und Dienstleistungen rund um die Personalarbeit und ihre Prozesse nichts Ungewöhnliches. Schließlich beschäftigten sich die 70 Experten der HR Factory ständig mit neuen Trends und Entwicklungen, die natürlich auch durch die Digitalisierung verursacht werden. Für seine Kunden entwickelt das Unternehmen aus Oberbayern seit 2002 bedarfsgerechte, individuell zugeschnittene Konzepte, die sie dabei unterstützen, ihre Ziele zu erreichen. Beispielsweise überprüft das Unternehmen die Personalgewinnungsstrategie, schaffen neue Lösungsansätze und etabliert ein effizientes Talentmanagement bei seinen Klienten.

„Auf der Suche nach einer anderen Finanzierung außerhalb des Cashflows und ohne Kontokorrentkredit von der Bank, bin ich im Internet auf Funding Circle aufmerksam geworden. Auf Anhieb hat mich die einfache und transparente Aufmachung der Seite angesprochen. Mein positiver Eindruck wurde durch meine kompetenten Ansprechpartner weiter bestärkt,” sagt Jan Haines. 60.000 EUR hat er von 173 Anlegern erhalten. Mit dieser Wachstums- und Projektfinanzierung können nun neue Kunden bedient werden, mit dem Ziel einen deutlichen Mehrumsatz zu erzielen.

„Für unser Unternehmen und mich persönlich war es eine spannende Erfahrung die Finanzierung durch die Unterstützung von einer Investorengemeinschaft zu erhalten. Es hat mich gefreut, dass uns die Anleger, ohne uns persönlich zu kennen, einen so großen Vertrauensvorschuss gegeben haben,” betont der Unternehmer Jan Haines.

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